Workshops
FREITAG 3.9.
14 Uhr Pädagogik que(e)r zur Identität? – Dekonstruktive Pädagogik mit Jeannette Windheuser
Pädagogik war lange Zeit kaum ohne Begriffe wie ‚Persönlichkeits-’ oder ‚Identitätsentwicklung’ zu denken. Was passiert nun, wenn pädagogische Praxis und queer theory in der Anti-Diskriminierungsarbeit aufeinander treffen? Wenn die Kritik an Macht- und Ungleichheitsverhältnissen kein aufgeklärtes Subjekt hervorbringt, sondern eindeutig definierte und kategorisierte Identitäten ins Wanken bringt?
Elisabeth Tuider (2004) fordert dazu auf, dass es im pädagogischen Handeln darum gehe, „nicht das eine oder andere (männlich oder weiblich, heterosexuell oder homosexuell) oder etwas drittes (z.B. bisexuell, transsexuell) sein zu müssen. Es bedeutet auch nicht, gar nichts mehr sein zu dürfen, sondern auch quer zu allem sein zu können. Es geht darum, verschieden geschlechtliche, sexuelle und kulturelle Verortungsmöglichkeiten, verschiedene Beziehungen, Lüste, Begehren, Geschmäcker auch in der Pädagogik zuzulassen.“ Dabei soll nicht allein eine ethische Bestimmung oder pädagogische Utopie entwickelt werden, sondern zunächst vor allem die eigenen Seh-, Denk- und Handlungsmuster in den Blick genommen werden. Anhand didaktischer Methoden sind pädagogisch Tätige und Interessierte eingeladen, die Chancen und Schwierigkeiten dekonstruktiver Anti-Diskriminierungsarbeit zu reflektieren.
16 Uhr Gewalt in romantischen Zweierbeziehungen mit Almut Dietrich, Landeskoordinatorin der Anti-Gewalt-Arbeit für LSBT in NRW im RUBICON, Köln.
„Ich dachte, ich wäre der einzige Mensch, dem so etwas passiert…“ Gewalt in romantischen Zweierbeziehungen - ein Tabuthema in lesbischen, schwulen, bisexuellen und queeren Zusammenhängen? Gewalt in einer Partnerschaft – verletzende Worte, aber auch ganz handfeste körperliche oder sexualisierte Gewalt: die meisten Menschen verbinden dieses Thema automatisch mit einer klassischen heterosexuellen Partnerschaft. Was ist aber, wenn diese Gewalt zwischen zwei Frauen, zwei Männern oder bei einem transidenten/ queeren Paar vorkommt? Ist Gewalt in diesen Partnerschaften wirklich seltener oder weniger „gewalttätig“, wie viele meinen? Welche Bilder und Vorstellungen haben die Betroffenen, welche ihr Umfeld? Wie prägen diese Vorstellungen den Umgang mit Gewalt in lesbisch-schwulen oder queeren Partnerschaften? Was kann im konkreten Fall getan werden, um Gewalt in einer Beziehung zu
beenden?
Über diese und andere Fragen gibt es im Workshop die Möglichkeit sich auszutauschen und auseinanderzusetzen. Dabei werden Erkenntnisse aus Praxis und Forschung einbezogen.
18 Uhr Jingles
Einführung in die Produktion von Jingles und anderen Audioaufnahmen – für Demos, Webseiten, Partys, …. Mit einem einfachen Computer, einem Mikrofon, dem Freeware-Programm “Audacity” und guten Ideen lassen sich schnell gute Ergebnisse erzielen. Hier lernt ihr wie’s geht! Eigener Laptop wäre praktisch, aber kein Muss. Ihr erhaltet auch eine schriftliche Schritt-für-Schritt-Anleitung, damit ihr das Erlernte zuhause wieder nutzen könnt.
SAMSTAG 4.9.
14 Uhr Bondage mit Mel
Bondage bezeichnet Praktiken der Fesselung, bei der der Körper zum Teil kunstvoll & dekorativ (oder einfach nur praktisch) gefesselt wird.
Bondage-Workshop für alle Interessierten, offen für alle Gender. keine Kenntnisse vorrausgesetzt. Interaktiver Workshop, bei dem sich die Teilnehmenden in 2er oder 3er-Gruppen zusammentun und sich gegenseitig (natürlich BEKLEIDET) fesseln.
Seile sind vorhanden, bitte ggf. Isomatte oder Yogamatte mitbringen
14 Uhr Community Accountability
Workshop Block 1 : Community Accountability for Sexual Violence
Does your community have a plan for how to react if someone you know and love is sexually assaulted?
‘Community Accountability’ is a framework developed by organizations in the U.S. for holding perpetrators of oppressive or violent behavior responsible through a process organized by communities, outside of State institutions. The concept comes out of the belief that communities are both responsible for, and affected by, the violence that happens within them. It was designed by and for people of color and queer/trans communities, often targeted by police and the State.
Workshop Block 2 : Transformative Justice : Perpetrator Accountability
The second workshop will build off the concepts discussed in the first, and focus more closely on models for perpetrator accountability processes within a community accountability structure. Transformative Justice seeks more transformative, less punitive ways of addressing violence in our communities. It is based on the belief that individual justice for survivors and social justice for us all are mutually supportive.
All workshops will be presented in English, and discussions can occur in German. Translation is available.
16 Uhr Selbstbestimmtere Handlungsmöglichkeiten im Alltag
Workshop von und für Frauen_Lesben_Trans*
im ALLTAG werden verschiedenste machtverhältnisse, hierarchien und muster subtil
re/produziert. menschen werden in kategorien reingepresst bzw. sollen lernen, eine
ihnen zugeschriebene rolle zu spielen und darin zu funktionieren.
STRUKTURELLE GEWALT IST (K)EIN NORMALZUSTAND!
im WORKSHOP setzen wir uns mit alltagssituation aus einer räumlichen und
körperlichen perspektive auseinander. mit theaterübungen und -impros wollen
wir eine bewusstere wahrnehmung schaffen und nach selbstbestimmteren
handlungsmöglichkeiten suchen.
…wie gehe ich mit alltagsfrust und unwohlsein um?
…wie kann ich meine eigenen bedürfnisse ernst nehmen
sowie mich für die grenzen anderer menschen sensibilisieren?
16 Uhr DJ_ane mit Chantal
Anhand des Computerprogramms Rane Serrato und Timcode Vinyls wird den Teilnehmer_innen ein Einstieg in das Auflegen beigebracht. Dazu gehört auch das Anschließen der Technik sowie das Synchronisieren der Musik. Schwerpunkt dabei soll elektronische Tanzmusik sein und nicht zuletzt die Frage warum so wenig Frauen auflegen. Andere Themen und Anregungen (z.B. zur Technik (alternative Programme); Mischern; Vinyl, Computer oder doch lieber CD`s; Kosten, Vernetzung etc.) werden gerne diskutiert.
Dieser Workshop richtet sich explizit an Leute, die sonst bei dieser Thematik strukturell benachteiligt sind:
+ FrauenLesbenTrans*
+ keine Erfahrung
+ Sprachbarriere
+ motorische Möglichkeiten
+ akademischer Hintergrund
+ Alter
SONNTAG 5.9.
14 Uhr „Institutionalisierte“ Frauenarbeit (offene Gesprächsrunde/ Workshop)
In dieser Veranstaltung soll es um den Werdegang, die Ziele, die Möglichkeiten und Grenzen von etablierter Frauenarbeit gehen. Dazu haben wir vier Kölner Institutionen eingeladen (Lobby für Mädchen, 2. Autonomes Frauenhaus, Frauen gegen Gewalt e.V., agisra e.V.) sich kurz vorzustellen und einen Einblick in ihre Arbeit, ihre Politik, ihre Konflikte und ihre Geschichte zu gewähren, bevor wir weitere Fragen stellen und gemeinsam diskutieren können. Die Idee ist, den Austausch zwischen verschiedenen Generationen und Tätigkeitsbereichen von Feminist_innen zu verstärken.
16 Uhr Kinder/ Szene / Verantwortung
16 Uhr PKW/LKW Schrauberei
In guter alter DIY Tradition werden Basics für den Umgang mit PKWs/LKWs vermittelt: Was kann ich tun, wenn das Auto liegen bleibt? Was tu ich lieber nicht? Woran erkenn ich was los ist? Wie kann ich das testen? Wie geht so ein Ölwechsel?
18 Uhr HTML mit Esra Uyanik
